24 Okt. Stress
Stress ist ein normaler Bestandteil des Lebens. Es ist wichtig, die eigenen Stressoren zu erkennen
und gesunde Strategien zur Bewältigung zu entwickeln. Wenn Stress das Leben beeinträchtigt, sollte
professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
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1. What is stress?
- Eine natürliche Reaktion auf Belastungen und Herausforderungen
- Äußere (z.B. Arbeit, Beziehungen)
- Innere (z.B. Sorgen, Ängste)
- Vorbereitung auf „Kampf oder Flucht“
- Positiver Stress (Eustress): motiviert und macht leistungsfähig
- (z.B. Date, Vorstellungsgespräch)
- Negativer Stress (Distress): überfordert und kann krank machen
- Kognitive Bewertung (Lazarus): Ob etwas als bedrohlich oder herausfordernd erlebt wird, entscheidet die (primäre/sekundäre) Bewertung und die wahrgenommenen Bewältigungsressourcen
2. Ursachen von Stress (Stressoren)
- Physische Stressoren
- Gesundheitliche Faktoren: Z.B. Krankheiten, Schmerzen und Mangelerscheinungen
- Körperliche Zustände: Z.B. Schlafmangel, hormonelle Veränderungen (Pubertät, Wechseljahre), Hunger
- Umweltfaktoren: externale Einflüsse wie Lärm, extreme Hitze oder Kälte, Feinstaub, Lichtverschmutzung (die den Schlaf-Wach-Rhythmus stört) und Klimawandel (z.B. extreme Wetterbedingungen)
- Genetische Prädisposition
- Psychische und psychosoziale Stressoren
- Individuelle Wahrnehmung: Bewertung einer Situation, wie z.B. kognitive Verzerrungen (wie die Neigung zu negativem Denken und Katastrophisierung) und kulturelle Unterschiede
- Lebensereignisse und -belastungen:
- Schwerwiegende Veränderungen: Tod, Heirat, Geburt
- Alltägliche Belastungen: Finanzielle Sorgen (Existenzdruck), hohe Leistungs- und Erfolgserwartungen in Schule oder Arbeit, Mikro-Stressoren (kleine, alltägliche, sich summierende Ärgernisse).
- Soziales Umfeld und Beziehungen:
- Zwischenmenschliche Konflikte: Mobbing, Cybermobbing und Isolation oder fehlende soziale Unterstützung
- Rollenkonflikte: Eine Doppelbelastung (z.B. Familie und Beruf) oder eine schlechte Work-Life-Balance
- Moderne Stressoren:
- Technostress: Die ständige Verfügbarkeit und digitale Informationsflut
- Soziale Ungleichheit: Der sozioökonomischer Status (z.B. Armut)
- Emotionaler Umgang: Schwierigkeiten, Emotionen zu regulieren und auszudrücken (emotionale Dysregulation)
3. Wie entsteht Stress?
- Stress ist ein Wahrnehmungsphänomen: ständige Bewertung durch das Gehirn bzw. die Sinnesorgane
- Akuter Stress:
- Mobilisierung der Katecholamine: Körper sofort in Alarmbereitschaft
- Neurotransmitter Adrenalin und Noradrenalin werden aktiviert
- Peripheres Nervensystem (PNS):
- Sympathikus: Typische „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion (Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck, Anstieg des Blutzuckerspiegels (schnelle Energieversorgung), Erweiterung der Atemwege)
- Parasympathikus: Nach der Stressreaktion hilft es dem Körper, sich wieder zu beruhigen und in den Normalzustand zurückzukehren.
- Chronischer Stress:
- Aktivierung der HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse), das zentrale Nervensystem (ZNS)
- Dadurch dauerhafte Ausschüttung des Hormons Cortisol: Immunsystem Schwächung
- Langfristige Folgen auf Neurotransmitter:
- Mit Serotonin: Stimmungsschwankungen und Depressionen
- Mit Dopamin: geringere Motivation und Belohnungsempfinden
- Psychische Konsequenzen: Depressionen und Angststörungen.
Auswirkungen von Stress
Stress-Ursachen überlappen einander und verstärken sich gegenseitig
Körperlich: z.B.
- Erhöhung der Herzfrequenz (z.B. Herzrasen)
- Engegefühl in der Brust
- Schwitzen
- Atembeschwerden
- Schmerzen (z.B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen)
- Muskelanspannung (insbesondere in Schultern und Nacken)
- erhöhter Puls
- erhöhter Blutddruck
- Schlafstörungen (z.B. Albträume)
- Verdauungsprobleme (Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Reizdarm)
- geschwächtes Immunsystem
- chronische Müdigkeit und Erschöpfung
- Hautprobleme (z.B. Akne und Ekzeme)
- sexuelle Probleme
- bidirektionale Beziehung zu Krankheiten (auch deren Verlauf): z.B. Autoimmunerkrankungen, chronischen Entzündungen und neurodegenerativen Krankheiten
- Positive: z.B. Energieschub, aktiviertes Nervensystem (z.B. Aufmerksamkeit schärft sich, Reaktionsvermögen steigt).
- Langfristig:
- Stoffwechselerkrankungen: Diabetes mellitus Typ 2
- Immunstörungen: Anfälligkeit für Infekte
- Kardiovaskuläre Erkrankungen: Herzinfarkt, Schlaganfall
Psychisch: z.B
- Nervosität
- Emotionen: Angst, Wut, Traurigkeit, Schwierigkeiten, Emotionen zu regulieren und auszudrücken
- Gedanken: Grübeln, Katastrophisieren
- Reizbarkeit (z.B. Wut, Unausgeglichenheit)
- Verhalten: Vermeidung, Rückzug, Suchtverhalten
- Antriebslosigkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten (z.B. allgemeiner Leistungsverlust, ständiges Grübeln, geistige Abwesenheit, Black-Out)
- Positive: z.B. Wachsamkeit, Hochgefühle, Bereitschaft zur Leistung, Gerinnungsfaktoren im Blut steigt (für “Verletzungen im Kampf”)
- Langfristig: z.B. Angststörungen, Depressionen, posttraumatische Belastungsstörung; Langfristig wandelt sich positiver in negativen Stress um
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